Fulltiltpoker.net Million Euro Challenge – Rückblick


Marco, Ich und die Pros

Heute Morgen war es endlich soweit und Jens ist gegen 8 bei mir vorbeigekommen um mich abzuholen. Nachdem wir uns fertig gemacht und alle Sachen zusammengepackt hatten, sind wir dann gegen halb neun los in Richtung Hamburger Messe (CCH). Dort haben wir dann nach erfolgreicher Parkplatzsuche ganz in der Nähe ein kleines Plätzchen gefunden und uns auf den Weg zum Eingang gemacht, wo uns auch gleich, eine Dreiviertel Stunde vor Einlass, eine ansehnliche Menschenmenge erwartete. Als dann die Tore geöffnet wurden bewegte sich diese Masse auch gleich zu den Besucher- und Turnierspieler Check in Countern. Der Check in verlief reibungslos. Wir haben ein Armband, einen Messeausweise und ein Fulltilt Cappy bekommen. Als letztes hat man eine Plastikkarte erhalte, auf der die Tischnummer und der Sitzplatz am Tisch drauf stand. Wie von uns beiden erhofft sind wir an verschiedenen Tischen gelandet.

Kurze Zeit später waren wir dann auch schon in der Eventhalle und haben gleich als erstes das Foto in der Blue box machen lassen, das ihr oben bewundern könnt :-) Im Nachhinein waren wir froh, dass Jens gedrängelt hat das gleich als erstes machen zu lassen, da kurze Zeit später die Schlangen an diesem Stand mindestens eine Wartezeit von 15- 20 Minuten vorausgesetzt hätten.

Mit den Fotos in der Tasche haben wir uns dann nach einer Erkundung des Event- und des Turnierbereiches und ebenso einem kleinen Zwischenstopp an einem Brötchen stand in die Mitte begeben und auf den Beginn der Eröffnungsshow um 12 Uhr gewartet.

Ein Autogramm, ein paar Fotos und 45 Minuten später war es dann soweit.

Nach kurzer Einführung kamen die Fulltilt Pokerprofis Howard Lederer, Chris Ferguson, Phil Ivey, John Juanda, Clonie Gowen, Andy Bloch, Allen Cunningham, Phil Gordon und Eric Seidel unter gewaltigem Applaus und einer Licht und Nebelshow im amerikanischen Stil auf die Bühne und wurden nochmal einzeln vorgestellt. Dies war natürlich eigentlich total überflüssig. ;-)

Gegen 12:40 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum Turnierbereich gemacht. Dort haben wir uns an die Tische gesetzt, die auf unseren Sitzplatzkarten standen und auf den Beginn gewartet.

Um Punkt 13 Uhr hieß es dann „Shuffle up and Deal“ und der Spaß ging los.

Jens: Nachdem ich nun an meinem Tisch saß, meine Sitzplatzkarte abgegeben hatte und die Chips sortierte ging es auch gleich los. Das „Shuffle up and Deal“ ertönte und die Karten wurden verteilt. Ich war ziemlich nervös. Es war schließlich das erste mal das ich an einem echtem Pokertisch mit Dealer und realen Gegnern saß. Deshalb habe ich am Anfang auch erstmal nur gute Karten gespielt und nach kurzer Zeit somit meinen ersten Pot eingesammelt. Als die Blinds dann stetig anstiegen, ging die Frau die mir gegenüber saß Allin. Ich war sehr nervös und mein Kopf ratterte. Auch die anderen sagten dass man merkt wie mein Adrenalin nun in mir brodelt. Ich wusste nicht ob ich Callen soll oder nicht. Aber da ich ein Buben-Pärchen hatte ging ich das Risiko ein. Ich gewann gegen Ass König. Kurze Zeit später war dann ein anderer Allin. Nun hatte ich Dame 10. Und ich Callte wieder da die Blinds mich sonst früher oder später eh aufgefressen hätten. Aber dieses mal hatte ich verloren. Er hatte ein Ass-Pärchen auf der Hand und ich hatte um eine Karte meine Straight verpasst. Somit war das Spiel, nach ein wenig über einer Stunde, für mich zu ende.

Marco: Nachdem der Dealer an meinem Tisch die Sitzplatzkarte eingesammelt hatte und kurze Zeit später das oben bereits erwähnte berühmte „Shuffle up and Deal“ ertönte ging es auch gleich los. Da an dem Tag insgesamt 3 Qualifikationsrunden gespielt werden mussten war die Blindstruktur sehr schnell und die Blinds gingen alle 12 Minuten nach oben. Am Anfang war ich sehr nervös, besonders als ich gleich in der zweiten Hand Ass König hatte, mit 5 Spielern im Pot war, absolut nichts getroffen und die anderen erfolgreich rausgeblufft hatte. Ich habe also mit tatternden Händen die Chips eingesammelt und auf gings zur nächsten Hand. Als die Blinds dann so hoch waren, dass ich die immer gerade so überlebt habe bin ich in der nächsten Runde mit Dame Sieben Allin gegangen und hatte nach einem Full House auf dem Turn wieder gerade so genug Chips für die nächsten Blinds. Am Ende bin ich dann mit dem 4ten Platz an meinem Tisch, nach rund 1 ½ Stunden, rausgeflogen, nachdem mein 4er Pärchen nicht standgehalten hat.
Als Fazit kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden damit bin wie ich gespielt habe und inzwischen immer besser darin werde Leute zu lesen. Ich würde allerdings gerne mal ein Turnier mit einer flacheren Blindstruktur spielen, da in dem Format, was wir hier gespielt haben der Glück/ Können Faktor von am Anfang 20% / 80% am Ende bei 90% / 10% lag. In Turnieren mit besseren Strukturen hat man da mehr Chance sein Können zu beweisen als bei einer solchen Struktur, wo der Faktor Glück am Ende so exorbitant ansteigt.

Nachdem wir uns dann wiedergefunden hatten, haben wir uns noch Goodies an 2 weiteren Ständen abgeholt (Mousepad und ein Kartenset), und uns dann auf die Jagd nach Autogrammen und Fotos mit weiteren Profis gemacht :-)

Wie ihr in der Gallerie sehen könnt waren wir recht erfolgreich.

Gegen 16 Uhr ging es dann wieder ab nach Hause.

Fazit: Auch wenn wir nicht sehr weit gekommen sind, war es dennoch ein sehr schöner Tag. Es war unglaublich schön diese ganzen Pokerstars, die man über die letzten ein zwei Jahre per Liveticker im Internet bei Turnieren oder in den großen Pokershows gesehen hat, einmal live zu erleben und nebenbei noch ein gewaltiges Turnier zu spielen. :-)

Die Bilder von diesem Event findet ihr in der Galerie.